Heinrich Ehmsen

 
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Heinrich                       Ehmsen                                                       - Dorfstraße
Heinrich Ehmsen
"Dorfstraße "
1.200 €
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Emil                           Nolde                                                        - Landschaft
Emil Nolde
"Landschaft "
800.000 €
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August                         Macke                                                        - Frauen am See (Die Landung)
August Macke
"Frauen am See (Die Landung) "
300.000 €
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Hermann Max                    Pechstein                                                    - Nach der Heimkehr
Hermann Max Pechstein
"Nach der Heimkehr "
250.000 €
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Franz                          Marc                                                         - Kleine Almstudie
Franz Marc
"Kleine Almstudie "
150.000 €
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Emil                           Nolde                                                        - Seebüll unter blau-violettem Himmel
Emil Nolde
"Seebüll unter blau-violettem Himmel "
140.000 €
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Gabriele                       Münter                                                       - Gefleckte Vase
Gabriele Münter
"Gefleckte Vase "
140.000 €
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Emil                           Nolde                                                        - Marschlandschaft (mit Sielzug und Bauernhaus)
Emil Nolde
"Marschlandschaft (mit Sielzug und Bauernhaus) "
100.000 €
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Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Heinrich Ehmsen

Kiel 1886
- Berlin 1964


Heinrich Ehmsen wird am 9. August 1886 als fünftes Kind des Korbflechters Heinrich Ehmsen geboren. Ehmsens Kindheit ist ärmlich und von den Mühen der Eltern um das tägliche Brot bestimmt. Der Künstler muss vom sechsten Lebensjahr an durch Korbflechten in der Werkstatt des Vaters zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. 1901 - 1906 absolviert Ehmsen eine Ausbildung bei dem Kieler Malermeister Ernst Rüschmann und gleichzeitig entstehen seine ersten Landschafts- und Tierstudien. Ehmsens Interesse an der bildenden Kunst wächst und er entschließt sich zu einer Ausbildung als Dekorationsmaler, die er durch Anstreicharbeiten nach Feierabend selbst finanziert. Heinrich Ehmsen besucht von 1906 - 1909 die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, an der führende Vertreter des Jugendstils wie Peter Behrens und Jan Thorn-Prikker unterrichten. Am Ende der Ausbildung erhält Ehmsen seinen ersten Auftrag als Dekorationsmaler, die Ausgestaltung von zwei Räumen auf der Düsseldorfer Kirchenkunst-Ausstellung. Ehmsen geht 1909 für ein Jahr nach Paris, wo er nachhaltige Impulse für sein weiteres Schaffen erhält. Von 1911, dem Jahr als der Künstler zum Militär eingezogen wird, bis 1928 arbeitet Ehmsen mit Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg und mehrere Reisen freischaffend in München. Die Künstlergruppe "Der Blaue Reiter" nimmt Einfluß auf Ehmsens Schaffen, dazu erhält seine Kunst gesellschaftskritische Dimensionen. Zunehmend entwickelt sich Ehmsen als Mensch und Künstler zu einem Streiter für die Elenden der Gesellschaft, die Revolution wird zur zentralen Idee vieler seiner Bilder. Das Nachdenken über den Krieg und die gescheiterte deutsche Revolution bringt den Künstler zu den Irrenhaus-Studien. Die vom Wahnsinn Betroffenen sind Ehmsen Anlaß, die Gefährdung und Bedrohung menschlicher Existenz darzustellen. Heinrich Ehmsen siedelt, nach einem sechsmonatigen Studienaufenthalt in Südfrankreich, 1929 nach Berlin über. Im folgenden Jahr arbeitet der Künstler zusammen mit Schmidt-Rottluff und Georg Schrimpf für sechs Monate an der Deutschen Akademie in Rom und fährt anschließend durch Süditalien. Durch die Gestapo wird Ehmsen 1933 mehrere Monate gefangen gehalten. Als entarteter Künstler wird Heinrich Ehmsen 1937 verfemt und seine Bilder werden aus den deutschen Sammlungen entfernt. Als Wehrmachtsmaler und Soldat wird Ehmsen im 2. Weltkrieg eingesetzt. Das Wohnhaus des Künstlers in Berlin, in dem sich etliche seiner Arbeiten befinden, wird zerstört. Nach dem Krieg beginnt Heinrich Ehmsen als Stellvertretender Direktor und Leiter einer Malklasse an der Hochschule für bildende Künste in West-Berlin, wechselt 1950 jedoch an die Akademie der Künste in Ostberlin.